Die Texte von Franz Supersberger haben einen gewissen anarchistischen Zug und sind dabei dennoch nostalgieverhaftet. Es finden sich Aufzeichnungen über menschliche Verhaltensweisen genauso wie Kommentare zu den Zeiterscheinungen, mal mit den Neuerern sympathisierend, mal mit den Bewahrern. Der Beobachter blickt als geschichtlich geprägter Mensch mit seinen persönlichen Erfahrungen auf die inzwischen veränderte Welt und – notiert. Mit seiner Fähigkeit, das Wesentliche zu kurzen Texten zu verdichten, bringt er seine Beobachtungen einfühlsam und wehmütig, aber immer zum Nachdenken anregend ins Wort.

 

Dr. Peter Deibler